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Was ist traditionelle chinesische Medizin?

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist ein mehrere Jahrtausende altes Heilsystem, das eine hervorragende Ergänzung zu den westlichen Behandlungsverfahren darstellt.

Die TCM geht davon aus, dass alle Funktionen des Körpers auf verschiedenen Ebenen reguliert werden. Die Entstehung eines Symptoms wird demnach als Problem ungenügender regulativer Kräfte verstanden. Mit den diagnostischen Techniken der TCM, wie z.B. der Puls- und Zungendiagnose, können Abweichungen oder Blockaden innerhalb des natürlichen Gleichgewichtes erfasst und zugeordnet werden. Es wird auf diesem Wege eine eigenständige „chinesische Diagnose“ erstellt.

Die Effizienz einer Behandlung hängt ganz wesentlich von der Qualität der chinesischen Diagnosestellung ab. Hierbei stehen die Empfindungen des Patienten im Mittelpunkt einer funktionalen Bestandsaufnahme. Das Erlernen der individuellen Diagnosestellung ist daher der Schwerpunkt in der Ausbildung der Therapeuten in der DGTCM. Zahlen der Universität Heidelberg belegen eindeutig, dass die Effizienz z.B. der Akupunktur um ein Mehrfaches gesteigert werden kann, wenn sie auf der Grundlage einer definierten chinesischen Diagnose erfolgt. Nur mit Hilfe der chinesischen funktionalen Diagnose lässt sich kompetent entscheiden, welche der Therapieverfahren im Einzelfall angezeigt sind. Die unterschiedlichen Behandlungsmethoden der TCM stellen wir Ihnen in einem gesonderten Informationstext vor.

Bewährt hat sich der Einsatz der TCM in einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen und Beschwerdebilder. Hierzu gehören z.B.:

- chronische Schmerzen (Migräne, Cephalgie, Schulter-, Rücken, Hüft- und Knieschmerzen etc)

- Erkrankungen des Bewegungsapparates (Daumensattelgelenksarthrose, "Rheuma")

- Magen-Darm Erkrankungen (z.B. chronischer Durchfall, Reizdarm, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)

-  gynäkologische Beschwerden (Regelbeschwerden, Kinderwunsch, klimakterische Beschwerden)

- Hauterkrankungen (Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Juckreiz, Urtikaria etc)

- Lungenerkrankungen (Asthma, chronische Bronchitis, Sarkoidose etc)

- chronische Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), trockene Augen, Zungenbrennen 

- chronische Wunden

- Allergien (Heuschnupfen etc)

- Leistungsschwächte, chronische Müdigkeit

- Neurologiche Systemerkrankungen (z.B. multiple Sklerose) 

Darüber hinaus können mit der TCM oft auch Beschwerden „unklarer“ Ursache behandelt werden, die mit der westlichen Medizin nicht weiter zugeordnet werden können.  Auch bei schweren Erkrankungen wie z.B. in der Krebstherapie kann die TCM der schulmedizinischen Behandlung hilfreich zur Seite stehen.

Eine Liste von zertifizierten Therapeuten der DGTCM finden Sie hier.