Beim Erlernen der TCM ist es wie beim Zuknöpfen einer Weste: wenn Sie beim ersten Knopf falsch beginnen, dann brauchen Sie mindestens dreimal so lange.

Wir wollen deshalb versuchen, Ihnen von Anfang an den richtigen und effizienten Einstieg zu bieten. Wir zeigen Ihnen, wie die zentralen Begriffe der Chinesischen Medizin auch für den westlichen Betrachter verständlich werden. Die Grundlage zu einem wirklichen Verständnis ist die Kenntnis der logischen Grundlage des Faches, die sog. „Sinuskurve der Wandlungsphasen“ . Die zentralen Begriffe yin, yang und Wandlungsphasen (früher „Elemente“) stehen eben nicht für metaphysische, philosophische oder gar weitgehend beliebige Begriffe. Sie sind termini technici der Regulationskunde und beschreiben „Fehlregulationsmuster“ des „Systems Mensch“. Wir können heute diese Theorie mit eigenen Forschungsergebnissen ebenso gut untermauern wie mit den traditionellen Zeichen der Chin. Medizin. Auch Prof. Porkert -der wichtigste westliche Gelehrte des 20. Jahrhunderts- unterstreicht, dass diese Theorie völlig kompatibel mit den klassischen chinesischen Schriften ist. Unsere lange Erfahrung in der Lehre zeigt, dass in unserer Fortbildung die Verbindung von fachlicher Stringenz und dem eigenen Erlebnis TCM zu einem ganz persönlichen Gewinn wird.

Prinzipien der DGTCM Ausbildung sind

  • Logik und differenzierte Herangehensweise

    In unserem Ausbildungskonzept wird die chinesische Medizin stringent logisch als wissenschaftliches System erklärt. Besonders die Logik der Diagnose liegt uns am Herzen, die wir nach der derzeitig besten und präzisesten Darstellung, dem Heidelberger Modell (Sinuskurve der Wandlungsphasen), unterrichten (Neuerscheinung im Thieme Verlag: Dr. J. Greten: Kursbuch der TCM ). Auf diese Weise liegt den Ausbildungszyklen für die unterschiedlichen Fächer der TCM ein einheitliches Konzept zu Grunde, auf dem nach individuellem Interesse Schwerpunkte gesetzt werden können. Bei uns erlernen Sie eine stringente und differenzierte Herangehensweise an das durchaus humanistische Menschenbild der klassischen Hochmedizin Chinas.
  • Saubere Begriffe und klare Diagnostik

    Der Schlüssel zum Verständnis der Chinesischen Medizin sind die verwendeten Fachbegriffe. Dabei kommt uns unser wissenschaftlicher Background zu Hilfe, den wir als aus der Universität Heidelberg heraus gegründeter wissenschaftlicher Fachverband haben. Wir haben unserer Darstellung der TCM die korrekte Nomenklatur des INDCM, des offiziellen normativen Wörterbuchs der Chin. Medizin aus Peking (Editor in Chief: Prof. Porkert) zugrunde gelegt. Keine Angst: Sie brauchen kaum zwanzig neue Worte zu erlernen, um die korrekten Zusammenhänge zu begreifen. Das geht schnell und lässt hinterher keinen Zweifel, worüber genau man gerade spricht.

    Es gibt drei wichtige Dinge in der Chinesischen Medizin: die Diagnose, die Diagnose und die Diagnose, denn aus dieser leiten Sie unmittelbar und nachvollziehbar Ihr Behandlungskonzept ab. Sie lernen die berühmten vier W`s (wann was wirklich wirkt) kennen und können damit stringente, nahezu nebenwirkungsfreie Behandlungskonzepte entwerfen.

  • Verstehen und Vertiefen

    Am Anfang des Programms ist die Akupunktur das absolute Schwerpunktverfahren. Große Meister der Akupunktur haben häufig kaum sechzig Punkte gekannt und dennoch hervorragende Behandlungsergebnisse erzielt. Es ist das Verständnis dieser Punkte und ihrer Funktion innerhalb der regulativen Physiologie der Chinesischen Medizin, die den Therapieerfolg begründen. Verstehen statt pauken! ist unsere Devise -unterstützt von praktischen Memotricks, Eselsbrücken und lebendiger Darstellung. Die Akupunktur beruht auf einer Physiologie der Reflexe, die einfach zugänglich, spannend vorgetragen und unmittelbar umsetzbar ist.

    Auch bei der Chinesischen Arzneimitteltherapie setzen wir auf dieses Konzept. Physiologisch plausible Modelle aus Anatomie und Naturwissenschaft unterlegen Puls- und Zungendiagnose. Symptome können so verstanden werden und sind nicht lediglich großen Tabellenansammlungen in dicken Büchern zu entnehmen.

  • Kleine Gruppen

    Wir sind davon überzeugt, dass sich die TCM nur in kleinen Gruppen wirklich erfolgreich vermitteln lässt, damit Raum und Zeit für Ihr Verständnis und Ihre individuellen Fragen bleibt. Der Dialog didaktisch erstklassiger Lehrer mit interessierten Kollegen hat bei uns höchste Priorität. In unserem Kräutergarten in der Provence haben Sie zudem die Möglichkeit, alle wichtigen Heilpflanzen „persönlich“ kennen zu lernen.

    Das Besondere an unserer Gesellschaft: alle Kurse sind in einem internationalen Credit Point Programm auf den Diplom Abschluss der Chinesischen Medizin anrechenbar. Sie können also auf ihre Ausbildung wichtige andere Teile der Chinesischen Medizin „aufsatteln“.

    Wechseln Sie von der Akupunktur nahtlos in die klassische Chinesische Pharmakologie, die Manuelle Therapie (Tuina), die PTTCM (Psychotherapie nach der TCM) und die anderen Fächer der Chin. Medizin. Ihre Stunden werden Ihnen voll angerechnet – auch international in den Mitgliedsverbänden.